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Die Sache mit dem Babyschlaf

In den ersten Wochen, sogar Monaten, nachdem Leonard bei uns eingezogen ist, ist die Frage nach unserem Nachtschlaf besonders oft gefallen. „Wie sind die Nächte?“ „Wie oft möchte er trinken?“ „Schläft er schon durch?“ Meine Antwort war immer „Danke, die Nächte sind super“, „meistens zwei Mal“ und „natürlich nicht, aber wir sind alle erholt“.

Einen sehr großen Beitrag dazu hat das Babybay geleistet, das von Tag eins an an meiner Bettseite stand. Weiß, in der maxi Größe, fixiert. Die für uns sicherste Vorstellung des Familienbettes aka. Co-Sleepings.

Vorstellung, genau. Denn Leonard hat das Babybay nie richtig angenommen. Die Nächte in denen er überwiegend im Babybay und nicht direkt auf meinem Arm oder aber nah neben mir geschlafen hat, kann ich wohl an beiden Händen abzählen. So ist das Beistellbett zur Ablage für Wasser, Stilltee, den Nasensauger, Kuscheltier, Mulltuch und Handy geworden. Immer wieder habe ich versucht das kleine Bündel abzulegen, immer wieder wollte er zurück auf den Arm – ja ich habe die ersten Nächte im Sitzen „geschlafen“ – oder eben an meine Seite.

Dort auf unserer Matratze schlief er rechts vom Babybay und links von mir vor dem Rausfallen gesichert. In sicherem Abstand und ohne Decken oder große Kissen schliefen wir, seine Eltern. Da war es also. Das Familienbett. Und es war wunderbar.

Allerdings haben Babies es an sich, zu wachsen. Besonders unser Exemplar lässt eine Kleidergröße nach der anderen Links liegen. Entsprechend eroberte er sich immer mehr Platz in unserem 1,60m Bett. Aus einer Nacht, die mein Mann wegen Leonards Zahnschmerzen auf dem Gästebett verbrachte, wurden schnell 2 Wochen. Die Zahnschmerzen waren unter Kontrolle, aber jeden Abend konnten wir beiden uns auf Neue nicht dazu durchringen, wie die Dosenfische in dem kleinen Bett zu liegen.

Es wurde ein letzter Versuch, das sich mittlerweile im Schlaf auf die Seite, um seine Achse, auf den Bauch drehende und sogar rollende Kind ins Babybay zu legen, was in Tränen und unsanftem Aufwachen endete, weil die ausgestreckten Ärmchen gegen die Holzstäbe geknallt sind. (Mama hält ja nichts von Nestchen bei einem sich drehenden und rollenden Kind.)

Zwei Nächte mit einem Kind im Klammergriff und einen verspannten Nacken später haben wir es rausgeschmissen. Das Babybay. So super die Idee, so wenig hat dieses „Familienbett aber doch irgendwie nicht richtig“ zu uns und unserem Bett gepasst.Stattdessen ist sein richtiges Bett in unser Schlafzimmer gewandert. Mit richtig meine ich groß, von allen Seiten sicher und mit super Matratze. Dort liegt er deutlich lieber, merkt nicht unmittelbar, dass er reingelegt wird und kann alle Viere voneinander strecken und sich sogar ein Stück rollen, ohne sich zu  stoßen oder gar gefährden. Ich wiederum kann wieder beruhigt und vor allem nicht mehr beengt und verrenkt schlafen.

Wenn er früh morgens hungrig und unruhig wird, nehme ich ihn wieder zu mir. Ist der Papa schon unter der Dusche, genießen wir den Platz im großen Bett und schlafen noch ein bisschen nebeneinander. Und sonst geht es wieder ab ins eigene Bett. In sicherer Nähe. Und weil diese plötzliche Lücke im Kinderzimmer befremdlich aussieht, wir aber nicht Bettchen Nummer 3 kaufen wollen, zieht bald ein Tipi ins Kinderzimmer ein. Zum Lesen, Verstecken, Kuscheln und Blödeln. Denn an unserer Schlafzimmersituation mit großem Kinderbett für den kleinen Löwen wird sich mindestens bis zu seinem ersten Geburtstag nicht ändern.

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2 Kommentare

  1. Nadja sagt

    Hallo,

    ich musste gerade lachen,euer Schlafzimmer könnte unseres sein!Wir haben die niedrigste Stufe beim Leander-Bettchen gewählt und die Gitterseite zum Bett entfernt. Somit ist es noch einfacher nach dem nächtlichen stillen das Baby zurück zu legen/schieben…rauskrabbeln kann dein Sohn ja auch noch nicht und wenn müsste er ja über dich krabbeln. Den Übergang zwischen den Betten habe ich gepolstert,die Betten mit einem Gürtel fest aneinander gezurrt.
    Vielleicht ist das ja auch noch eine Variante für euch?!

    Viele Grüße,

    Nadja

    • Barbara sagt

      Hallo Nadja, danke für die Hinweise! Das wird hier über kurz oder lang wohl genauso aussehen. Noch schaffen wir es, ihn aus der höchsten Position und über Gitter zu heben, aber fragt sich wie lange noch. Festzurren sollten wir das Bett wohl auch wie du sagst – vielen Dank 🙂 LG Barbara

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