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Familienzeit in Belgien | Reisen mit Kind

Mit einem Post über unseren wunderbaren Kurzurlaub an der belgischen Nordsee melde ich mich zurück – auf meinem Blog. Zugegeben vernachlässigt. Unter Spamkommentaren und ausstehenden Updates versteckt, habe ich ihn heute endlich wieder entstaubt. Und etwas von dem Sand, der mir noch aus meinen Schuhen entgegen rieselt, in den Post gestreut.

Eigentlich stand Belgien, stand ein zweiter Sommerurlaub für das Jahr 2017 überhaupt nicht auf  dem Zettel. Eine immer weiter in den Sommer geschobene Woche Frühjahrsurlaub meines Mannes klopfte plötzlich im August an. Da unser lange geplanter Sommerurlaub aber schon für Ende August fix war, erschien es uns unnötig aufwändig, kurz vorher nochmal die Koffer zu packen. Nun. Dann haben uns Freunde angeboten in ihre Wohnung an die belgische Küste zu fahren. Sie stünde zu dem Zeitpunkt leer. Sei direkt am Strand. Und für Urlaub mit Kleinkind geradezu ideal.

Wir haben sie also gepackt. Unsere beiden Koffer. Denn noch bin ich ambitioniert und packe für Leonard und mich einen gemeinsamen Koffer. Mit einer Übernachtung auf halber Strecke haben wir nach etwa 6 Stunden Autofahrt schon Meeresluft in der Nase gehabt. Gefolgt von einer Portion belgischer Pommes. Das Wetter hat es gut mit uns gemeint und war sowohl am Ankunftstag als auch darauf folgend auf Sonne eingestellt.

Und so haben wir den ersten Strandtag als Familie verbracht. Bei wunderbaren 23 Grad, leichtem Wind, mit Sonne, im Sand, Mal mit Mal ohne Pullover. Leonard hat uns völlig überrascht und sogar sein Mittagsschläfchen pünktlich und zufrieden in unserem Strandzelt abgehalten. Eine Pause, die wir Eltern prompt für je zwei Kugeln Eis genutzt haben.

Am Folgetag haben wir auch Zeit am Strand verbracht. Jedoch etwas wärmer und vor allem wasserfester eingepackt als zuvor. Nicht nur für Leonard war es der erste Spaziergang durch das Watt. Auch ich war zuvor noch nie im Watt unterwegs. Wir haben diese kleine Prämiere also gemeinsam gefeiert. Auf dem meist festen und glatten Boden des Watts konnte der kleine Mann ganz wunderbar laufen, ja sogar rennen. Fallen. Aufstehen. Weiter rennen. Und ich sagte mir alle 10 Minuten innerlich: wie gut, dass du die Marschsachen 1. schon gekauft hast und 2. in letzter Sekunde doch noch in den Koffer getan hast. Sie sind übrigens von Fred’s World, zuckersüß und nachhaltig.

Die nächsten Tage waren alle ähnlich. Ähnlich wunderbar. Mal auf dem Spielplatz. Mal am Waffelstand. Mal mit Kind in unserem neuen Joie Buggy an den schönen flämischen Häusern vorbei flanierend. Das verrückt schöne an dem Wetter an der Küste ist ja, wie launisch es ist. Prasselt es mittags noch gegen die Scheiben, ist es zwei Stunden später schon so warm und sonnig am Strand, dass man auf dem Absatz umdreht, um doch noch Pullover gegen Sonnenmilch zu tauschen.

Am letzten Tag haben wir uns noch einen kleinen Wunsch erfüllt und sind nach einem vorgezogenem Mittagsschlaf des kleinen Löwen etwa 20 Minuten nach Brügge gefahren. Wie oft wollten wir noch in Aachen wohnend nach Brügge fahren und haben doch immer etwas anderes unternommen. Nun weiß ich aber wieso. Wir sollten eben zu dritt nach Brügge fahren. Und so haben wir einen ausgedehnten Spaziergang durch die Altstadt, über Kopfsteinpflaster und an Grachten vorbei nicht nur zu zweit, sondern mit unserem kleinen Mann erlebt. Der nicht hätte zufriedener sein können.

Fragt man Leonard nach seinem Highlight des Brüggetour, dann sind es garantiert die vielen „A-I“, die Kutschen durch die Stadt ziehen. Gemeint sind selbstverständlich Pferde. Aber die anatomischen Unterschiede zwischen Pferd und Esel lassen unseren Sohn bisher kalt.

Das war er also. Der spontanste Kurzurlaub, den wir bisher unternommen haben. Denn wir sind nicht von der ganz spontanen Sorte. Und nachdem nun alle Wäscheberge beseitigt sind, füllen sich unsere Koffer auch schon für eine weitere Reise.

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Schokoladige Mandeltart | Rezept

Oh so schokoladig und in Kombination mit frischen Erdbeeren einfach was für alle, die gerne süß essen. Dieses Rezept habe ich von einer lieben Bekannten aus Studienzeiten – und seit dem schon häufiger gemacht und immer etwas abgewandelt. Ich sehe den Kuchen von damals noch bildlich vor mir, wie er da auf dem Tisch zwischen 12 konzentrierten Literaturwissenschaftlern steht, die gerade an ihrem gemeinsamen Buch arbeiten. Und Zucker, das weiß man, macht sich gut in ratternden Gehirnen. Er ist außerdem glutenfrei, da hier nur mit Mandeln gearbeitet wird  – das ist für den ein oder anderen sicher wissenswert.

Ihr braucht:

200 g dunkle Schokolade
200 g Butter
200 g Zucker (ich nehme meistens ein bisschen weniger)
200 g gemahlene Mandeln
1/2 Päckchen Backpulver
1 Päckchen Vanillezucker
1 Prise Salz
4 Eier
evtl. 3 EL Mehl (nur falls es euch zu flüssig sein sollte)
evtl. 1/2 TL Zimt (weil es so so lecker schmeckt)

Zunächst die Schokolade grob hacken und mit der Butter im Wasserbad einschmelzen. Anschließend etwas abkühlen lassen. Dazu am besten in das Gefäß füllen, in dem man danach den gesamten Teig anrühren will. In meinem Fall ist das die Metallschüssel der KitchenAid.

Als nächstes den Zucker und Vanillezucker zur Schokolade geben und umrühren. Durch die restliche Wärme löst er sich besonders gut auf. Anschließend die Eier einrühren. Darauf achten, dass der Teig wirklich nur noch leicht warm ist, damit hier nichts im Teig stockt.

Zum Schluss die Prise Salz, die gemahlenen Mandeln und das Backpulver hinzufügen und alles in eine gefettete umfüllen. Ich benutze dafür gerne die weiße Ikea Tartform, aber eine Springform tut es genauso.

Der Kuchen muss nun im vorgeheizten Backofen bei 160 Grad (140 bei Umluft) ca. 45 Minuten backen. Den  aber trotzdem nicht vergessen. Ofen sind mitunter launische Mitbewohner.

Lasst es euch schmecken!

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Zweisprachigkeit | das erste Jahr

Eigentlich wissen wir es ja besser. Jedes Kind entwickelt sich ganz individuell. Und doch haben wir gedacht, Leonard wird noch laufen, bevor er anfängt zu sprechen. Ich selbst habe erst spät gesprochen – war aber auch mit 11 Monaten plötzlich in einer neuen Sprachumgebung, da meine Eltern ausgewandert sind und ich ab dem Zeitpunkt zweisprachig aufwuchs. Mein Mann hat auch erst später gesprochen, wusste doch sein drei Jahre älterer Bruder meist ohne, dass David einen Ton sagen musste, was der kleinere will. Im Zweifel wurde mit den Fingerchen gezeigt. Daher also unsere Annahme: der läuft so wie wir beiden erst los, bevor er plappert. Aber zu unserer Überraschung pausierte das Laufenlernen plötzlich und Leonard hat angefangen zu sprechen!

Brabbeln, ja das macht er schon eine ganze Weile. Und auch das ist natürlich Sprechen. An der Melodie, an den unterschiedlichen Lauten war schon zu erkennen: er erzählt uns was. Ganz klar. Das ist schon lange kein „bababababa“ mehr. Er übt Laute. Gibt Antworten. Macht die polnischen Zischlaute schon viel besser als sein Papa. Das aktuelle Lieblingswort ist wie bei so vielen Kindern „nie“ also „nein“. Besonders gerne in Verbindung mit einem Kopfschütteln. Dem vermutlich niedlichsten Kopfschütteln, das ich kenne.

Da sind wir also angekommen nach einem Jahr mit dieser Zweisprachigkeit. Nach einem Jahr, das mit leichter Unsicherheit begonnen hat, dicht gefolgt von ganz viel Selbstbewusstsein und Konsequenz. Und jetzt werden wir jeden Tag aufs neue belohnt.

Neben den vielen schönen Erfahrungen und eben den Beobachtungen, dass er es aufzugreifen beginnt, gibt es aber auch Dinge, die mich ärgern. Kleinigkeiten. Aber sie ärgern mich. So fällt neuerdings sehr oft der Kommentar: oh, das ist Polnisch. Ganz klar. Das klingt polnisch.  Von Personen, die weder den Klang von Babygebrabbel noch von Polnisch kennen.

Auch werde ich besonders oft gefragt: versteht er mich? Nunja. Es ist ein Jahr alt. Ich denke, er versteht etwas – aber was er versteht, weiß ich natürlich nicht genau. Die fragenden Personen meinen damit natürlich, ob mein Kind deutsch versteht. Ich verkneife mir meist den Kommentar „mein Kind sei zweisprachig.“ Zwei. Beide. ZWEI.

Aber genug von den Kleinigkeiten, die mich ärgern und auf zu den richtig schönen Details. Leonards ersten Worten. Und ja, Brrr ist ein Wort – das habe ich mir höchste selbst von einer befreundeten Logopädin erklären lassen. Hat es mindestens zwei Laute und wird wiederholt für das selbe, also Autos, eingesetzt, ja dann ist es auch als Wort zu zählen.

Koko – Huhn
Hauhau – Hund
Brrrrrr – Auto
Tak Tok – Tick Tack
Nie
Nein
Muh

Ja
Heiß
Da
Das
Tata – Papa
Mama
Czesc – Hallo
Jesc – essen (v)

So ist er, der Stand nach einem Jahr und einem Monat zweisprachiger Erziehung. Wir sind glücklich, uns dafür entschieden zu haben und hoffen unser Löwenkind wird ebenso glücklich sein ein bisschen mehr Welt zu haben, dank der zwei Sprachen, die er von Beginn an beherrscht.

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Süßkartoffel-Waffeln | Rezept

Nach unserem spontanen kleinen Fotoshootings beim Mama-Sohn-Waffeln-Backen, wurde ich mehrfach darum gebeten, doch das Rezept für die Waffeln zu posten. Also los.

Vorab. Süßkartoffel Waffeln sind nicht gleich Süßkartoffel Waffeln. In unserem Fall sind es Waffeln ohne Zucker, Ei oder Backpulver. Mal mit Weizenmehl mal mit Vollkornmehl. Sie haben sich als idealer BLW Snack oder mit Obst Frühstücksalternative an Tagen, an denen sonst alles doof ist, herausgestellt. Ich habe immer welche eingefroren im Tiefkühlfach.

Ihr braucht:

200g Mehl (405 oder Vollkornmehl eurer Wahl)
300ml Milch
1 EL Kokosöl
1/2 Süßkartoffel (bzw. 100ml Süßkartoffelbrei)
1 reife Banane
1 TL (Cylon) Zimt

 

Rezept:

Um die Waffeln backen zu können, benötigt ihr Süßkartoffelbrei. Da ich selbst immer den Fehler mache, Rezepte nie ganz zu lesen, sondern anzufangen und mich ärgere, wenn es dann heißt: „man nehme den vorbereiteten Brei….“, fange ich hier mit eben diesem Brei an. Habt ihr bereits welchen gekocht und müsst ihn nur auftauen: umso besser. Dazu müsst ihr die halbe Süßkartoffel schälen, grob würfeln und mit etwas Wasser in einem kleinen Topf zum köcheln bringen. Sie sollte so lange köcheln, bis sie mit einer Gabel leicht zerdrückt werden kann. Dann wird sie von der Kochstelle genommen, um etwas abzukühlen.

100ml von dem kühlen Süßkartoffelbrei, die reife Banane, 1 EL Kokosöl und die 300ml Milch nun pürieren, bis eine homogene Masse entsteht. Wer mag kann jetzt auch einen TL Zimt hinzufügen – ich benutze für Leonard Cylon Zimt aus dem Reformhaus, da dieser weniger belastet sein soll.

Als letztes wird nun nach und nach das Mehl hinzugegeben. Immer etwas Mehl – mixen, etwas Mehl – mixen. Ich selbst benutze dazu oft weiterhin den Pürierstab, da er bei der Menge an Zutaten einen ausreichenden Wirbel erzeugt, um alles zu vermischen. Man kann aber ebenso auf einen Handmixer oder Standmixer wechseln.

Wenn das gesamte Mehl verarbeitet ist, sollte  ein nicht zu fester aber auch nicht zu flüssiger, leicht orangestichiger Teig entstanden sein. Falls die Konsistenz für euer Waffeleisen (die Dinger sind ja manchmal eigen) nicht ideal ist, kann sie mit Milch oder Mehl noch optimiert werden.

 

Ich backe meine Waffeln in einem belgischen Waffeleisen. Es geht aber auch als klassische Herzchenwaffeln, wenn das Eisen ausreichend heiß wird. Ansonsten kann es bei dem Teig schneller als bei klassischem Teig passieren, dass man die innen noch weiche Waffel beim Öffnen des Eisens zerreißt. Mit ausreichender Hitze klappt es aber wunderbar.

Das Rezept ergibt etwa 10 belgische Waffeln und etwas mehr Herzchenwaffeln. Nach dem Abkühlen sind die Waffeln etwas gummiartiger als klassische Waffeln – die ideale Konsistenz für meinen kleinen Löwen, denn die krümmen kaum und er kann gut abbeißen. Sie schmecken neutral mit einer leichten Süße aus Banane, Süßkartoffel und dem Kokosöl. Leonard isst sie sehr gerne zwischendurch oder als Snack im Kinderwagen.

Viel Erfolg!

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